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DNX – Die spannendsten Learnings der Konferenz

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Mai 14, 2015 by Gretchen

Ich habe vor etwa zwei Monaten das erste Mal von der DNX gehört. Ein Artikel von Marcus in einem Blog brachte mir den ersten Kontakt. Die Idee hat mich sofort fasziniert. Vier Wochen später habe ich mir ein Konferenzticket gekauft, um mir das ganze einmal genauer anzusehen und anzuhören. Also kam ich am 8. Mai 2015 zu meiner ersten DNX.

Zunächst begann das Ganze entspannt chaotisch. Es war nicht meine erste Online-Konferenz, aber die Erste, die direkt mit 20 Minuten Verspätung anfing, was aber sympathischweise niemanden zu stören schien. Das erste Highlight war das Intro-Video, was Marcus und Feli nach ihrer Begrüßung gezeigt haben – Gänsehaut pur!

Alle Speakern, und das ist bei der DNX sicher auch das Besondere, haben sehr viele persönliche Einblicke in Ihr Leben und Ihre Arbeit gewährt.

Mehr Arbeit – mehr Freiheit

Damit begann Sebastian Canaves, der dem Publikum zunächst einmal die Vorstellung geraubt hat, man könne entspannt Reisen und nebenbei ein wenig Arbeiten. Sein eigenes Business haben bedeutet zunächst viel mehr Arbeit als zuvor. Ehe es wirklich gut läuft, braucht benötigt es zwischen eineinhalb bis zwei Jahre Durchhaltevermögen. Erste Einnahmen sind nach etwa sechs Monaten zu generieren, was sich auch mit meinen eigenen Kenntnissen deckt. Dafür sind bestimmte Eigenschaften notwendig: Selbstmotivation, Disziplin, Prioritäten setzen, gutes Zeitmanagement und Routinen. Darüber hinaus wiederholte Sebastian immer wieder, wie wichtig Selbstvertrauen aber vor allem auch Unterstützung sind, um am Ball zu bleiben. Auch Rückschläge gehören dazu, anstatt sich davon unter kriegen zu lassen, müssen diese analysiert werden, um daraus zu lernen. Lernbereitschaft ist sowieso eine weitere wichtige Eigenschaft, um das Vorhaben Freiheit verwirklichen zu können. All das ist vielleicht nicht wirklich neu. Aber es so kompakt erzählt zu bekommen, der es selbst „durchgemacht“ und geschafft hat, gibt das Gefühl, dass es zu schaffen ist. Zudem hat er mit seinen Einblicken in sein persönliches Business zumindest mir ein paar Orientierungshilfen an die Hand gegeben, was machbar und möglich ist.

Ein eigenes Geschäftsmodell entwickeln

Der für mich beste Vortrag war der von Ehrenfried Conta Gromberg. Da kam in mir eventuell der BWLer zum Vorschein. Aber seine konkreten Umsetzungsbeispiele und Herangehensweisen, haben mich sehr inspiriert. Das große Thema war: Wie baue ich mein eigenes Produkt auf und kalkuliere es so, dass ich davon leben kann? Ausgehend von fünf Solopreneur-Gruppen, dem Produzent, Händler, Experte, Problemlöser und Kreative, hat Ehrenfried Möglichkeiten aufgezeigt, wie man sein eigenes Geschäftsmodell entwickeln kann. Der Kern des Ganzen ist die Produkttreppe mit drei Schichten: 1. Schicht, um Reichweite aufzubauen, 2. Schicht, die Tragschicht = die entscheidende Schicht, 3. Schicht, ist die Erfolgsschicht, das Sahnehäubschen des Geschäftsmodells. Um ein sinnvolles, also ertragreiches Produkt zu entwickeln, muss immer von der Tragschicht aus gedacht werden. Diese Überlegung erklärt er anhand der Frauenkirchensteine (leider habe ich keinen probieren können ;)). Von der Tragschicht aus (diese muss gewinnbringend sein!), wird das Geschäftmodell vervollstängt, indem die Reichweitenschicht definiert wird. Danach kann und sollte ein Premiumprodukt entwickelt werden. Dieses erhöht den Rohgewinn. Für ein einmaliges Produkt, für welches Menschen auch bezahlen wollen, sollte eine Geschichte transportieren, diese macht ein alltägliches Produkt (Schokolade) zu etwas Besonderem. Dieses ausführliche Beispiel eines Produzenten, Welcher für das Premiumprodukt selbst zum Händler wird, entwickelte Ehrenfried auch für Kreative. Dies ist war für mich besonders aufschlussreich, da es weniger offensichtlich ist, hier ein Produkt zu entwickeln. Die Grundlage ist dabei ein bestehender Frame, auf welchen mithilfe des eigenen Expertenstatus eine Marke aufgebaut werden kann. Der Kreative wird zur Marke und damit zum Produkt.

Let’s socialize

Den Vortrag von Sabrina Iovino brauche ich nicht wirklich zusammenzufassen, da sie ihre Folien auf ihrem Blog bereits veröffentlicht hat. Hier gab es für mich, aufgrund meines eigenen Jobs wenig Neues, war aber eine gute Zusammenfassung, vor allem was die Tools betrifft. Allerdings, aus meiner Sicht, zwei Anmerkungen: Zum einen die Idee mit Tools massenhaft Twitterprofilen zu folgen, Sabrina hat das selbst gesagt, ich würde das noch einmal hervorheben, würde ich genau überlegen. Probiert es vorsichtig aus, aber schaut auch, ob die dadurch gewonnen Follower wirklich die sind, die ihr wollt. Vielleicht ist es sinnvoller, Follower langsamer aufzubauen aber dann die zu haben, die wirklich interessiert sind und auch interagieren. Die zweite Anmerkung betrifft eine Frage aus dem Publikum, die am Ende der Konferenz gestellt wurde. Ausgehend von Sabrinas Vortrag, Twitter, Facebook und Pinterest intensiv zu nutzen, wurde gefragt, ob es einen Kanal gibt, den man hauptsächlich nutzen sollte, da es zu Beginn zu viel Arbeit ist, sich auf alle zu konzentrieren. Meiner Erfahrung nach ist das eigentlich nicht so viel Arbeit. Man kann und sollte in sozialen Netzwerken viel recyceln. Die Follower sind nicht in allen Kanälen die Selben, weshalb es nicht stört, wenn überall das selbe gepostet wird. Es können auch immer mal wieder alte Inhalte gepostet werden. Da zudem eh vieles aus dem eigenen Blog gepostet wird, kann das ziemlich einfach in sozialen Netzwerken gestreut werden. Darüber kann ausgezeichnet Traffic generiert werden, was die Abhängigkeit von Google etwas vermindert.

Sein einzigartig und mache eine Marke daraus

Der sehr persönliche Vortrag von Conni Biesalski hatte für mich vor allem folgende wichtigen Erkenntnisse: als Affiliate bist du sehr von deinen Partnern abhängig. Wenn Amazon oder ein anderer Anbieter seine Preise (oder auch Nutzungsbedingungen) ändert, hat dies direkte Auswirkungen auf die Einnahmen. Um diese Abhängigkeit zu lösen, erstelle dein eigenes Produkt! Betreibe dafür Personal Branding, mach dich zur Marke (was Conni ganz hervorragend macht!) und tu, was sonst niemand tut. Sei einzigartig! Sei authentisch!

Love your Crowd

Der Vortrag von Melissa Schumacher und Petra Hess war auch sehr spannend, wenn auch für mich derzeit nicht wirklich relevant. Aber die Bilder und Erfahrungen über ihr Crowdfunding – Projekt, um ihr Indonesienbuch verlegen zu können, war cool. Natürlich gab es auch ein paar allgemeingültige Learnings, unabhängig vom Crowdfunding: baue eine Community auf, halte sie bei Laune, gib ihr das Gefühl ein Teil von etwas zu sein und sei dabei immer authentisch und transparent.
Leider hat das Video des Crowdfunding-Projektes von einhorn nicht funktioniert (was wirklich super ist, bin hier auch ein Teil der Crowd), also hier für alle, die es noch nicht kennen: www.startnext.com/einhorn

Fang an!

Christian Häfner war nach Ehrenfried der zweite Speaker, der mich besonders inspiriert hat. Super entspannter, authentischer Typ, der super T-Shirts tragen kann. Die wichtigsten Learnings aus seinem Vortrag: FANG AN! Keine Ausreden mehr, Starte dein Projekt jetzt. Was ich auch direkt versuche umzusetzen. Außerdem gab er den Rat, sich ein gutes Team zu suchen, Dinge auszulagern, die man selbst nicht machen kann und finde deine Expertise und damit dein Produkt. Erzähl vielen Leuten von deiner Idee, um Feedback zu bekommen, ob die Idee etwas taugt. Keine Angst, vor Konkurrenz! Ist die Idee so einfach zu kopieren, hätte sie schon jemand umgesetzt. Sehr gute Einstellung. Ach und das Wichtigste: trage immer ein T-Shirt mit dem Namen deines Business – Werbung kann so billig sein.

Wir haben die Angst über Bord geworfen

Ein weiterer Höhepunkt waren zum Abschluss die Erfahrungsberichte der angehenden digitalen Nomaden. Natürlich waren die zwei 19 Jährigen beeindruckend. Wie sie einfach losgehen, großartig. Mich persönlich hat allerdings Nima am meisten beeindruckt. Ihr offener Umgang mit ihren Ängsten und wie sie diese offensiv bekämpft, der Verweis auf ihre Mutter und nicht zuletzt ihr Alter 😉 – das alles kam mir unglaublich bekannt vor und hat mich gleichzeitig oder vielleicht gerade deswegen extrem motiviert.

Nach fast elf Stunden Input war ich dann auch ziemlich fertig. Ich wäre super gern noch mit in die Neue Heimat gegangen, um mich noch etwas mehr mit anderen angehenden Nomaden auszutauschen. Aber nach einer eh schon anstrengenden Woche, war reden einfach nicht mehr drin. Nun bin ich allerdings angefixt und werde auch bei der nächsten DNX2016 wieder dabei sein, vorausgesetzt ich bin in der Nähe, denn jetzt heisst es erstmal: Argentinien ich komme 😉


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