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Die ersten vier Wochen unterwegs Teil 1: Miami und Nola

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November 21, 2015 by Gretchen

Alles so schön bunt hier - Miami Beach

Auf den Tag genau seit vier Wochen sind wir nun unterwegs. Was bisher geschah….

 

Drei Tage Miami Beach

Zunächst muss ich gestehen, die Einreise in die USA war doch viel einfacher, als ich immer geglaubt und befürchtet habe…man musste zwar immerhin zweimal die Fingerabdrücke abgeben (doppelt hält besser?!) und wurde dreimal gefragt, was man denn so vor hat. Aber eigentlich alles recht flott und ziemlich nett.

Nun also Miami Beach und was soll ich sagen? Ich habe mich ein wenig gefühlt, wie in GTA Vice City 🙂 – Willkommen in den 80ern!

Alles so schön bunt hier - Miami Beach

Miami Beach – Back in the 80th

 

Ansonsten im Großen und Ganzen was man erwartet: Strand, Meer, Sonne. Außerdem viel zu große und nicht besonders leckere Cocktails.

Monster Cocktails in MB

Nicht besonders lecker, dafür groß…

Generell sind Portionen eh etwas überdimensioniert, da ist man froh, wenn man nach ein paar Tagen wieder wegkommt, bevor man 10 Kg zugenommen hat.

Am dritten Tag war dann Abreise nach New Orleans – zur Hallowedding. Dummerweise haben wir verplant, dass der Flug vorverlegt wurde – Glück im Unglück, es gab an diesem Tag noch einen zweiten, der noch freie Plätze hatte. Allerdings haben wir den Tag dann im Flughafen verbracht – acht Stunden warten…

 

New Orleans und die beste Hochzeitsparty ever

Freitag Abend nun endlich Ankunft in New Orleans, das eigentliche Ziele unserer ersten Etappe. Was soll ich sagen….Nola rockt! New Orleans hat es mir absolut angetan. Nicht nur mir, jeder mit dem ich gesprochen habe, war im Bann dieser pulsierenden Stadt. Wir waren im French Quarter untergebracht und auch wenn es zum Teil recht touristisch war… es ist wunderschön und es ist unglaublich lebendig. Musik, die unterschiedlichsten Menschen, alles ist bunt, rhythmisch und eine große Party. Direkt nach unserer Ankunft (wir waren mit etwa 20 anderen Hochzeitsgästen in einem super schönen alten Haus mit Pool untergebracht) gabs statt Abendessen Bier – die Vorparty zur eigentlichen Party. Da habe ich auch begriffen, warum es eine Hallowedding sein musste. Das Brautpaar hat einen unglaublichen Faible für Verkleidungen. Ich habe den Bräutigam als David Bowie – Double kennengelernt.

Nola

Typische Häuser in New Orleans

Am Morgen der Hochzeitsparty erst einmal Frühstück – auch hier wieder: durchaus ausreichend und wirklich gut. Nachdem wir die Umgebung mit den tollen bunten Häusern ein wenig ausgekundschaftet hatten, ging es schon wieder zurück, schließlich mussten wir uns ja für die große Party vorbereiten, sprich verkleiden. Am frühen Nachmittag ging es dann los. Treffpunkt war eine Bar (wie wir später erfuhren, die älteste Bar der USA) mitten im French Quarter. Von Minute zu Minute kamen immer mehr verkleidete Menschen, die offensichtlich zur Hochzeitsparty gehörten. Nach zwei Getränken dann die Überraschung: es gab eine Brassband und mit dieser startete die gesamte Meute einen eigenen Umzug kreuz und quer durchs French Quarter. Ich schätze, ich bin nun auf den Fotos von einer Millionen fremder Menschen, denn eins ist klar, der Hochzeitsumzug war die Attraktion des Tages und ich fands ziemlich toll, ein Teil davon zu sein 🙂

Hochzeitsumzug Nola

Hochzeitsumzug durchs French Quarter in New Orleans

Nach dem Umzug gings weiter zu dem Ort, an dem die eigentliche Party stattfinden sollte. Ein ehemaliges Lagerhaus, welches inzwischen zu einem Ort für Kunst und Kreativität umgebaut wurde. Hier wurden viele herzliche Worte für das Brautpaar gefunden und ich dachte mir: wenn so viele Menschen so viel Gutes über dich zu sagen haben, dann haste wahrscheinlich irgendetwas richtig gemacht. Außerdem wurde getanzt, gequatscht und viel getrunken. 23 Uhr mussten wir dort verschwinden und es ging zu unserer Unterkunft, für den zweiten Teil der Party.

Da angekommen, war ein Teil der Gäste bereits „verloren gegangen“ aka ins Bett. Meine erste Amtshandlung: ab in den Pool (immerhin bin ich freiwillig und habe einen Teil meiner Klamotten ausgezogen und trockene Wechselsachen im Haus, andere hatten dieses Glück nicht…) und dann in trockene, saubere Klamotten. Der Rest des Abends ist fix erzählt: es wurde weiter getrunken, geredet, gebadet. Morgens um 5 Uhr ging es für mich ins Bett.

Der darauf folgende Tag war recht ereignislos, was nach einer solchen Feier wohl auch ok geht. Außerdem war draußen Land unter, es hat den ganzen Tag in Strömen geregnet. Das waren wohl die Ausläufer von Patricia – dem Hurrikan der über Mexiko hinweg ist und zum Glück kaum Schaden angerichtet hat. Einmal ging es zum Essen raus. Meine Pizza war das reinste Käseinferno, obwohl es nicht einmal eine Käsepizza war.

Die nächsten beiden Tage verbrachten wir mit Sightseeing. Den ersten Tag mit Leuten, die wir auf der Party kennengelernt hatten. Da war nochmal French Quarter inklusive Voodoo-Museum (in dem man sich auch etwas wünschen konnte, ich sage Bescheid, wenn es klappt) und Lunch.

Voodoomuseum Nola

Der Wunsch-Schrein im Voodoo-Museum. Drückt mir die Daumen 😉

Der zweite Tag führt uns mit geliehenen Rädern in den Garden District – ein weiteres echtes Highlight in dieser Stadt. Wunderschöne, mondäne Südstaatenhäuser und ein ziemlich großer und sehr sehenswerter Friedhof mit allerlei deutsch anmutenden Namen.

Nola - Garden District

Ein Haus im Garden Dirstrict in New Orleans

Nach einem netten Abendessen und einem Moscow Mule (Juhu), gings ins Hotel – nächster Tag war Abreise nach Buenos Aires.

 

Auf nach Buenos Aires

Was nun erst einmal folgte war ein ziemlich langer Tag auf Flughäfen. Von New Orleans ging es zurück nach Miami. Dort hatten wir zehn Stunden Aufenthalt (ja wir kennen den Flughafen jetzt ganz gut) bis zu unserem Flug nach Santa Cruz / Bolivien. Morgens kamen wir in Santa Cruz an – wo ich mich wieder in die 80er Jahre, diesmal der DDR zurückversetzt gefühlt habe. Sieben Stunden Aufenthalt da und dann die letzte Etappe: Buenos Aires.

Die Einreise nach Argentinien verlief im Endeffekt ereignislos, dennoch waren wir zwischendurch etwas irritiert. Im Einreise- / Zollformular wollte man wissen, was für ein Handy man besitzt?! Alle Einfuhren über 300 Dollar wurden mit 50 Prozent Steuern belegt…oha?! Nach dem Gepäckband kurz vor dem Ausgang des Flughafens, musste man noch einmal sein gesamtes Gepäck durchleuchten lassen?! Das war uns beiden neu, aber hier ist man wohl eher an Einheimischen und deren Gepäck interessiert. Warum sollten wir später noch erfahren.

So nun endlich geschafft – auf zum Taxistand (nachdem wir uns vor lauter Erschöpfung und Rumrennerei gegen den Bus entschieden haben) und direkt zu unserem Hostel. Endlich da!


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