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Jede Menge Pinguine und die südlichste Stadt der Welt

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April 8, 2016 by Gretchen

Immer diese Touristen...

Von Puerto Natales nach Punta Arenas ging es ganz unkompliziert mit dem Bus. Ganz wagemutig sind wir hier ohne Reservierung angekommen und mussten dann erst einmal kreuz und quer durch das Städtchen, bis wir eine freie Unterkunft bekommen haben. Da die Stadt recht hübsch und sehr unaufgeregt ist und wir nach den vier Tagen in Torres del Paine immer noch etwas ausgelaugt waren, der perfekte Ort, ein paar Tage nichts zu tun. Abgesehen von einer Sache: Pinguine gucken!

Nordöstlich von Punta Arenas, auf halben Weg nach Feuerland, liegt die Isla Magdalena – ein wahres Pinguin-Paradies. Zumindest sehen das etwa 20.000 Magellanpinguine so, die diese Insel als zuhause ausgewählt haben – weswegen die Insel auch ein Nationalpark ist. Um zur Isla Magdalena zu gelangen, muss man eine Bootstour buchen, die Pinguin- und Seelöwen-Besichtigung beinhaltet. Uns wurde erzählt, dass es nur eine Agentur gibt, mit der man auch auf die Pinguininsel kann, da alle anderen nur daran vorbei fahren und man die Tiere nur von weiten sehen kann. Ob das wirklich so ist, weiß ich nicht, wir haben uns aber für die empfohlene Agentur entschieden und wurden nicht enttäuscht. Man sollte allerdings entweder schon online reservieren oder etwas Zeit mitbringen, denn spontan für den nächsten Tag buchen geht eher nicht, da die Plätze begrenzt sind und das Interesse groß ist. Wir konnten für den übernächsten Tag zwei Plätze ergattern und hatten so noch eineinhalb Tage zum Tod schlagen.

Gaaanz viele Pinguine

Nach kleineren Stadtrundgängen, leckerem Essen (Ceviche, Hase und immer mit einem leckeren Pisco Sour herunter gespült) und viel Ruhe, ging es dann zwei Tage nach Ankunft in Punta Arenas zu den Pinguinen. Die Tour startet mit einer etwa 45-minütigen Fahrt zum Boot. Auf dem Boot angekommen, geht es nach ein paar Sicherheitshinweisen los aufs Wasser und zur Isla Magdalena. Hier angekommen, hat man eine Stunde auf der Insel, um Pinguine zu bestaunen und zu fotografieren.

Isla Magdalena - You're welcome :)

Isla Magdalena – You’re welcome 🙂

 

Wir werden begrüßt

Wir werden begrüßt

 

Immer diese Touristen...

Immer diese Touristen…

 

Kein Pinguin aber auch schön - und schwarzweiß

Kein Pinguin aber auch schön – und schwarzweiß

 

Ähem.... aber doch nicht in der Öffentlichkeit und vor den Nachbarn.

Ähem…. aber doch nicht in der Öffentlichkeit und vor den Nachbarn.

 

Hier auch mal in ihrem Element.

Hier auch mal in ihrem Element.

Wie man sieht, kann man die kleinen Frackträger hautnah bestaunen, wobei anfassen verboten ist! Was das Erlebnis aber nicht beeinträchtigt. Was vielleicht noch erwähnenswert ist: Pinguine können einen ganz schönen Krach machen und sie stinken! Aber für eine Stunde erträgt man das dann eben 😉 . Immerhin gibt es ne Menge frische Luft, denn auch im Sommer ist es in dieser Gegend der Südhalbkugel nicht wirklich warm.

Danach gibt es auf dem Boot erst einmal heiße Getränke und selbst gebackene Kekse, um wieder zu Kräften zu kommen und dann zur Seelöweninsel. Auf diese kann man dann nicht drauf – will man auch nicht:

Seelöwen bei dem, was sie offensichtlich am liebsten tun.

Seelöwen bei dem, was sie offensichtlich am liebsten tun.

Alles in allem dauert der Trip etwa vier Stunden und macht wirklich Spaß. Wer es bis hierher schafft, sollte sich auf jeden Fall Zeit für Pinguine nehmen.

 

Die südlichste Stadt der Welt: Ushuaia

Nach Pinguin-Seightseeing und Zeit zum Lesen, ging es weiter nach Ushuaia auf Feuerland oder auch Terra del Fuego. Die Fahrt dauert ein paar Stunden, da es nur eine Stelle gibt, an der eine Fähre zur Insel fährt, und einmal Grenzübergang (wieder zurück nach Argentinien) ist auch wieder dabei, die ja auch etwas länger dauern können.

Was gibt es zu Feuerland zu sagen? Nun auf jeden Fall, dass es für den Arsch der Welt wirklich sehr schön ist. Klare Seen, mystische Wälder und schöne Vögel – es gibt einiges fürs Auge. Im Prinzip besteht der Großteil der Insel aus Naturschutzgebieten. Einige Sachen kann man selbst erkunden, da jeden Tag ein Bus verkehrt und die Wanderrouten vergleichsweise einfach sind. Für anderes sollte man eine Tour buchen, die bringen einen dann in Gegenden, die man mit dem Linienbus nicht erreicht, weil da keiner fährt oder weils ein Boot braucht. Wir hatten für alle Tage jeweils halbtägige Touren gebucht, am ersten Tag ging es mit dem Boot durch den Beagle Channel. Hier gab es, neben einem kleinen Abriss der Geschichte der Insel und des Kanals, wieder Seelöwen, Kormorane, Tee und Kekse.

Nein, das sind keine Pinguine

Nein, das sind keine Pinguine

 

Kormorane heißen diese Vögel

Kormorane heißen diese Vögel

 

Kormorane, aber man bemerke auch den Hintergrund.

Kormorane, aber man bemerke auch den Hintergrund.

 

Seelöwen, schon wieder, beim liegen.

Seelöwen, schon wieder, beim liegen.

 

Am zweiten Tag haben wir eine kleine Wanderung durch einen der Nationalparks gemacht und uns erklären lassen, warum der Wald an einigen Stellen ein wenig an die unendliche Geschichte erinnert: Der Biber ist schuld! Den gab es ursprünglich nicht auf der Insel und wurden aus Kanada für die Pelzzucht importiert. Dummerweise wird es in Terra del Fuego nicht so kalt wie in Kanada (man mag es nicht glauben, so nah an der Antarktis) und so war das Fell der Biber von minderer Qualität und sie wurden ausgewildert. Nun haben sie da aber keine natürlichen Feinde und bauen fröhlich Dämme, ganz ungestört, was Biber eben so machen. Leider werden es immer mehr und die Dämme beziehungsweise die Stauseen die dadurch entstehen, lassen die Bäume, die dann darin stehen sprichwörtlich ersaufen. Sieht irgendwie interessant aus, ist aber auch sehr schade. Denn aufgrund der ganzjährig relativ niedrigen Temperaturen, wächst hier alles wesentlich langsamer, der Wald braucht also viel länger, sich wieder zu erholen.

Toter Baum, aber immerhin mit lebender Eule.

Toter Baum, aber immerhin mit lebender Eule.

 

Der Biber ist schuld

Der Biber ist schuld

Unsere Wanderung führte uns aber auch noch an einen wunderschönen See mit dem südlichsten Postamt der Welt – welches man nur über einen Steg erreichen kann, da es im Wasser steht. Denn dieser gehört, im Gegensatz zum Ufer, nicht zum Nationalpark, sodass der geschäftstüchtige Postmann hier sein Gewerbe ausführen kann. Gewusst wie!

 

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Irgendwelche ziemlich schönen, ziemlich großen Vögel.

 

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Leider etwas unscharf, weil sehr weit weg, aber dennoch: WOODY WOODPACKER!!!

 

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Schwäne, die sich reglmäßig den Hals nicht waschen.

 

Das südlichste Postamt der Welt

Das südlichste Postamt der Welt

 

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Wasser, Berge, schön.

 

Wald

Windschiefer Zauberwald

Am letzten Tag in Ushuaia (übrigens eine ganz süße Stadt, mit einem hübschen kleinen Markt für selbst gemachten Kram aus Strick und anderen Dingen, die sich als Souvenir eignen) ging es dann noch einmal auf eine Tour, die uns hauptsächlich mit nem Jeep durch unwegsames Gelände führte. Ziel war eine Hütte mitten im Wald, wo unser Guide für uns ein traditionell argentinisches Asado zubereitet und uns mit Rotwein abgefüllt hat 🙂

Noch ein Zauberwald

Noch ein Zauberwald

 

Wetter lässt langsam nach ;)

Wetter lässt langsam nach 😉

 

Er riecht unser Essen?!

Er riecht unser Essen?!

 

Hach, wie schön er ist!

Hach, wie schön er ist!

Den darauf folgenden Tag ging es dann wieder zurück nach Buenos Aires, welches wir Anfang Dezember, also zwei Monate zuvor, verlassen hatten.

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