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It’s Rio, Baby

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Juli 9, 2016 by Gretchen

Auch für einen Sonnenuntergang sehr zu empfehlen.

Unsere Zeit in Südamerika war nun, Ende Februar beinahe vorbei. Die Zeit ist unglaublich schnell vergangen. Seit Mitte Oktober sind wir unterwegs gewesen – viel gesehen, viel erlebt, viel kennengelernt, nicht zuletzt mich selbst. Trotz oder gerade wegen der vielen Eindrücke und dem Erlebten, war ich nun an einem Punkt angekommen, an welchem ich mich wirklich darauf gefreut habe, zurück nach Hause zu kommen. Endlich meine besten Freunde wiedersehen, endlich wieder Privatsphäre haben und endlich nicht mehr aus dem Rucksack leben – YES!

Aber bevor es so weit sein sollte, lagen noch vier Tage Rio vor uns. Ich bin mit gemischten Gefühlen hin. Einerseits Freude darüber, Rio zu sehen und noch einmal an den Strand zu kommen, bevor es wieder zurück ins strandlose Berlin gehen sollte. Andererseits hört man ja auch öfter weniger Schönes über Brasilien, Rio und Gewalt – „City of God“ war in meinem Hinterkopf. Aber wir hatten uns vorher etwas informiert, Empfehlungen erhalten (danke nochmal an Noema, für den Tipp, nach Ipanema zu gehen) und ein Hostel gebucht, mit hervorragenden Bewertungen – auch der Gegend. Also war ich durchaus optimistisch.

Unser Flug von Montevideo nach Rio ging in der Nacht und der Landeanflug auf Rio war noch im Dunkeln – und ich war schon das erste Mal beeindruckt. Die Lichter, die Lage, einfach wunderschön, die Vorfreude wuchs. Als Erstes ging es nun allerdings erst einmal per Taxi und ziemlich übernächtigt ins Hostel. Während der Fahrt vom Flughafen nach Ipanema bekommt man schon einen ganz guten Eindruck von Rio: Alte leicht verfallene Gebäude, viel Favelas, die bessere Gegenden, auf der einen Seite die Berge, auf der anderen das Meer… Außerdem fiel direkt auf, dass die Leute viel Sport treiben und offensichtlich Frühaufsteher sind. Die Straßen waren bereits vor 7 Uhr verstopft und auch jede Menge Jogger waren um diese Uhrzeit schon unterwegs – bei angenehmen 28 Grad.

Im Hostel wurden wir direkt sehr nett empfangen, von Andrea, der guten Seele des Hauses, die Kaffee und selbst gebackenes Brot mit selbst gemachter Marmelade anbot. Sowieso sollte sich das Hostel als wahrer Glücksgriff erweisen: Sauber, unfassbar nettes Personal und Besitzer und wirklich angenehme Mitreisende, mit denen wir auch viel unternommen haben.

Nach dem Check-in hieß es erst einmal noch für 2 Stunden aufs Ohr hauen, bevor es an den Strand ging. Ziemlich schnell war klar, dass wir in Rio nicht viel erkunden würden. Viel zu erschöpft und satt waren wir vom Reisen und Sachen anschauen. Eigentlich wollten wir hier nur entspannen und das am besten am Strand.

Der war nur zwei Blocks vom Hostel entfernt und überhaupt war die ganze Gegend, in welcher das Hostel lag sehr angenehm. Viele junge, schöne Menschen, vom oder auf dem Weg zum Strand. Wirklich gefährlich wirkte es zu meiner Beruhigung nicht. Einer der Jungs aus dem Hostel konnte auch die letzten Zweifel beseitigen und hat uns die wichtigsten Verhaltensregeln erklärt, die wirklich nicht schwer zu befolgen sind:

  • In Ipanema oder der Copa Cabana wird man eher nicht mit Waffen bedroht, aber beklaut, also immer auf Wertgegenstände aufpassen!
  • Lass die Klunkern zu Hause! Sichtbaren teuren Schmuck oder Technik am besten gar nicht mitnehmen.
  • Ipanema ist auch in der Nacht sicher im Gegensatz zu Lapa. Hier sollte man nur tagsüber hingehen, nicht allein und wenn nachts, dann nur auf den belebten Straßen.
  • In die meisten Favelas sollte man nicht allein gehen – da vorher drüber informieren.

 

Beach, Beach und ein „bisschen“ Regen

So, also mit diesem Wissen und dem Hauptziel einfach nur im Sand zu liegen, gings zum Strand. Dazu gibt es eigentlich auch gar nicht viel zu sagen. Er ist sehr voll, aber irgendwie ist das vollkommen ok, die Wassertemperatur ist perfekt, die Liegestühle und Sonnenschirme sind sehr günstig – es lässt sich also aushalten!

Da muss man nix sagen!

Da muss man nix sagen!

 

Last days in Paradise!

Last days in Paradise!

 

Auch für einen Sonnenuntergang sehr zu empfehlen.

Auch für einen Sonnenuntergang sehr zu empfehlen.

Ein weiteres Rio-Cliché, abgesehen vom schönen Wetter, tollem Strand und den Favelas, welches ich absolut bestätigt fand, war der Körperkult, welcher hier betrieben wird. Überall wird sich sportlich betätigt – was netterweise auch den Effekt hat, dass man viele schöne Menschen in wenig Kleidung beobachten kann. Außerdem gibt es an jeder Ecke kleine Stände, an denen man Obst, Smoothies und die sagenumwobenen Acai-Shakes bekommt.

An unserem letzten Tag in Rio wollten wir eigentlich noch zum Zuckerhut, wenigstens eine weltbekannte Attraktion anschauen – dummerweise war es an diesem Tag dann sehr regnerisch… und wenn man keine Aussicht hat, wozu dann auf den Zuckerhut. Wir haben uns dann entschlossen gemeinsam mit ein paar anderen aus unserem Hostel zur Escadaria Selarón zu gehen – diese Fliesentreppe, auf welcher Michael Jackson im Video zu „They don’t care about us“ gedreht hat und auch in diesem Video ist sie zu sehen:

Also eh der Tag ganz nutzlos vorübergehen würde, auf nach Lapa. Lapa ist zwar größtenteils nicht ungefährlich, aber auch DER Ort, zu welchen man muss, wenn man sehen möchte, wie in Brasilien gefeiert wird. Hier ist auf der Hauptstraße am Freitag und Samstag die Hölle los… ich möchte nicht wissen, wie es ist, wenn man an Carneval da ist. Aber auch tagsüber gibt es hier ein bisschen was zu sehen. Lapa sollte man sich also nicht entgehen lassen, wenn man in Rio ist, aber die Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Hier und da findet man irkliche Perlen.

Hier und da findet man wirkliche Perlen.

 

So allein wie im Video oben, ist man in Wirklichkeit nicht.

So allein wie im Video oben, ist man in Wirklichkeit nicht.

 

Ausflug der Hostelgäste

Ausflug der Hostelgäste

 

Das letzte Bild - schön wars.

Das letzte Bild – schön wars.

Den Rest des letzten Tages haben wir gemeinsam mit unseren Zimmergenossen im Hostel verbracht – als Schicksalsgemeinschaft, denn kurz vor unserer Rückkehr ins Hostel hat es so schlimm angefangen zu regnen, das an Rausgehen nicht mehr zu denken war. Aber so ein Kinoabend ist ja auch mal ganz schön!

Ich habe nicht viel von der Stadt gesehen, aber es war zauberhaft und ich werde auf jeden Fall zurückkommen. Dann mit mehr Zeit und nicht so erschöpft, um das Verpasste nachzuholen und um einfach noch einmal die wundervolle Stimmung von Rio zu genießen. Because it’s Rio, baby 🙂

 

 

 

 

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